Id IlAdha

Heute faengt das Grosse Fest der Muslime an, das Id Iladha, Opferfest. Es findet in Gedenken Abraham statt, der von Gott gebeten wurde, seinen Sohn zu opfern. Am Ende hielt Gott ihn jedoch davon ab und gab ihm stattdessen einen Widder zum opfern.
Das Opferfest findet waehrend dem Monat der Hagg statt, dem Pilgermonat, waehrend dessen Millionen von Pilgern nach Mekka pilgern. Aber auch die Zurueckgebliebenen nehmen am Opferfest teil.
Auch in Israel und Palaestina wird das Id IlAdha gefeiert, das vier Tage dauert.

Gestern haben wir die Schafsboecke gesehen, wie sie an ihren Hoernern durch die Altstadt gezogen wurden, vorbei an orthodoxen Juden mit ihren traditionellen Fellhueten, die gerade vom Shabbatgebet an der Klagemauer zurueckkehrten.

Ab heute sind die muslimisches Schulen geschlossen, die Kinder bekommen Geschenke, alle tragen neue Kleidung, und es gibt jede Menge zu Essen.

Neben dem Il AlFitr, dem Zuckerfest am Ende des Ramaddan ist das Opferfest das bedeutendste Fest des Islam.

Ich wuensche allen Muslimen:

Kul Sane UIntu beheir, wie es auf Arabisch heisst!

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10 Gedanken zu “Id IlAdha

    1. Ja, es ist eine Geschichte aus dem Alten Testament. Das Fest ist aber rein islamisch.
      Aber mal ganz ehrlich, mir wurde ganz anders, wie ich die Schafsboecke da gesehen habe, die nur noch kurz zu leben haben….

      Manchmal denke ich auch schon, ich sollte Vegetarier werden. Es gibt so gutes vegetarisches Essen.
      Naja, immerhin schraenke ich den Verzehr von Fleisch ein…

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      1. Hmmm… Ich wollt`s nicht schreiben, aber das wuerde mich auch empfindlich stoeren. Aber ich schaetze, wenn Du ein solches Land als Deine Heimat waehlst, musst Du es akzeptieren.

        (Wenn die Araber hierzulande die Schafsboecke an den Hoernern herum schleifen wuerden, waere ich allerdings die erste die auf die Barrikaden gehen wuerde…)

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    2. Die Christen haben eigentlich keine alttestamentlichen Feste, sie feiern ja auch kein Chanukkah und kein Passah… und der Islam hat dieses Fest auch eher als Trotzfest gegen die Juden – denn nach islamischer Lehre ist es nicht Isaak, sondern Ismael, der dort geopfert werden sollte.

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      1. Id IlAdha ist kein Trotzfest. Im Islam gibt es nur sehr wenige Feste, und dieses ist sehr wichtig. Dass dabei davon ausgegangen wird, dass Abraham Ismael und nicht Isaak opfern sollte, ist eine andere Sache und sicher eine Reaktion darauf, dass die Juden den Islam damals nicht anerkennen wollten.
        Genau wie die Aenderung der Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka.
        Ein Fest in Gedanken an Gottesgehorsam hat dagegen nun wirklich nichts mit Trotz zu tun!
        Und wer vom Islam verlangt, tolerant gegenueber Christentum und Judentum zu sein, sollte auch Toleranz gegenueber dem Islam zeigen.
        Im Grunde glauben wir doch alle an den einen Gott…

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      2. Nee, so hab ich das nicht gemeint… aber es ist doch ein Symbol für „wir haben die wahre Abrahamsabstammung“. Schließlich behauptet der Koran, die Juden hätten damals eine falsche Geschichte niedergeschrieben, 1500 Jahre vor Mohammed.
        Ich war nicht dabei…

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      3. Nein, das stimmt. Aber der Islam beruht ja darauf, dass die Bibel gefaelscht und von Menschen veraendert wurde.
        Und jetzt nenn mir mal einen Christen oder Juden, der sagt, der Koran entspreche der Wahrheit oder einen Juden, der das neue Testament anerkennt. (Sicher gibt es messianische Juden, die sind nach der Halakha dann aber keine Juden mehr)

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      4. Christen und Juden //können// nicht als Wahrheit anerkennen, was ihrer eigenen Glaubenswahrheit widerspricht und diese ganz offen als Lüge und Fälschung bezeichnet… sie sind allerdings beide um einige hundert Jahre älter.

        Das Verhältnis zwischen Christen und dem Judentum nach der Tempelzerstörung ist allerdings ein ganz anderes Thema: unstreitig ist das Christentum aus dem Judentum hervorgegangen und galt vielen Juden auch zunächst als einer der Zweige des Weltjudentums: neben Pharisäern, Sadduzäern, Essenern nun eben noch die Jeschua-Leute… nur: damit, daß sich das Christentum über die Grenzen der Judenheit hinweg verbreitete, daß hellenistische Juden (für die Stephanus exemplarisch steht) in Jerusalem für nicht geringes Aufsehen sorgten und die Autorität der Tempelbehörde letztlich in Frage stellten, war das Miteinander empfindlich gestört. So entschloß sich nach der Zerstörung des Tempels der einzig übriggebliebene Zweig, der aus dem Pharisäertum hervorgegangene Rabbinismus, sich von den Jesusleuten abzugrenzen. Und das Judentum entdeckte sein hebräisches Schrifttum wieder, während es über Jahrhunderte eigentlich nur noch die griechische Ausgabe, die Septuaginta, genutzt hatte…

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