Es gibt andere Wege als Gewalt…

Hier mal etwas zu meiner Arbeit im „Heiligen“ Land:

„Eigentlich bin ich gekommen, um die Zeit zwischen Abitur und Studium zu überbrücken“, sagt Annika Khano. Und mit einem Lachen fügt sie hinzu: „Ein richtiges Interesse an Israel hatte ich damals noch nicht.“ Und genau dort ist sie heute ZFD-Koordinatorin für die AGEH und als Beraterin für den DVHL arbeitet sie mit jugendlichen Freiwilligen.

Den vollständigen Artikel findet Ihr hier:

„Es gibt andere Wege als Gewalt“

Apfelstrudel vegan

Und hier das erste Rezept zur (orthodoxen) Fastenzeit. Knuspriger Apfelstrudel aus Blätterteig:

Rolle (veganer) Blätterteig auftauen – zum selbermachen war ich zu faul und in zwei große Platten schneiden, ausrollen, einmal zusammenklappen und nochmals auf Blechgröße ausrollen

4 große, saftige Äpfel (ich habe Pink Lady genommen) schälen, in sehr dünne Spalten schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln

4 EL Zucker und Zimt nach Geschmack auf die Äpfel geben

50gr Mandelblättchen und 50gr Cranberries dazugeben, alles gut mischen

Eine ausgerollte Teigplatte auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, die Apfelfüllung gleichmäßig verteilen. Einen 1cm langen Rand lassen.

Den Teigrand mit Sojamilch bestreichen.

Die zweite Teigplatte locker in der Mitte falten und mit einem scharfen Messer von der gefalteten Seite an im Abstand von ca. 2cm bis kurz vor Rand einschneiden.

Die Teigplatte vorsichtig wieder aufklappen und auf die erste geben, mit den Fingern rundherum gut verschließen und den überlappenden Teig unter die untere Platte schieben.

Den Strudel mit etwas Sojamilch bestreichen und mit weiteren 50gr Mandelblättchen bestreuen.

Bei 200 Grad für 35 Minuten in den Backhofen schieben.

Mit Puderzucker bestreuen und am besten noch warm essen

Guten Appetit!

Was Marzipan mit dem Fasten gemeinsam hat

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Während die einen das Osterfest bereits hinter sich haben, herrscht bei den Christen der Ostkirchen noch Fastenzeit. (Dazu gehören als syrisch-orthodoxe Christen auch ich und meine Familie)

Und bei der ganzen Osterschokolade fällt mir hierzu eine wunderbare Anekdote ein:

Nicht nur bei uns (Ostkirchen) fällt das Fasten etwas strenger aus. Früher – also um viele, viele Jahre früher, bedeutete auch bei den Katholiken das Fasten noch etwas anderes. So wurde in der Fastenzeit nicht nur auf Fleisch verzichtet, sondern auch auf jegliche andere tierische Produkte (ausgenommen Fisch und Meeresfrüchte). Dies bedeutete, dass auch auf Milchprodukte und Eier verzichtet wurde. Man lebte also, da die meisten keinen oder wenig Zugang zu Fisch hatten, praktisch vegan. Dies bedeutete, dass es außer Brot als Sattmacher kaum noch etwas zur Auswahl gab. (Gemüse und Obst wurden damals wesentlich weniger genossen, dazu machen sie eben auch nicht so satt)

Ach ja, nur Brot, Brot, Brot, das ist wahrlich Verzicht und kein Vergnügen. Und so erfand man aus Mandeln hergestellt das Brot des März. Brot auf Lateinisch nun bedeutet pane, März ist der Mars. Und nun umdrehen, und schon hat man das schöne Marzipan, und der Verzicht ist gleich viel besser zu ertragen 🙂

Nun, ob die Anekdote so stimmt, ich weiß es nicht. Aber bei uns gilt in der Fastenzeit immer noch: Vegan plus Fisch. Eine Herausforderung, das die Fastenzeit 48 Tage beträgt.

Als Koch werde ich kreativ bzw. bin es schon geworden. Die Rezepte findet Ihr demnächst hier.

Allen, die nicht (mehr) fasten, wünsche ich noch nachträglich Frohe Ostern!

 

Ein trauriger Tag …

Für die Verfechter von Gewaltfreiheit:
Gleich drei Attacken gab es heute in Israel, alle am frühen Abend.
In Tel Aviv erlag bei einer Messerattacke ein amerikanischer Tourist seinen Verletzungen, während mindestens 10 weitere Personen verletzt wurden.

In Jerusalem wurden zwei Grenzpolizisten angeschossen.

Und in Petah Tikva wurde ein Mann mit einem Messer verletzt.

Alle Angreifer wurden vor Ort getötet.

(Alles vorläufige Angaben)

Wo soll das nur hinführen???

Aber immerhin weiss ich jetzt, woher heute dieser ewige Stau kam…

We don`t want you here…

Dieses Video braucht eigentlich keine weiteren Erklärungen. Die eigenen Empfindungen und Wahrnehmungen, wenn man das Video das erste Mal anschaut, spiegelt den Nahost-Konflikt emotional sehr treffend wieder.

Das Video wurde von unserer Parterorganisation „Parents´ Circle Family Forum“ im Sommer 2014 veröffentlicht, einer Zeit, in der der Hass in Jerusalem greifbarer war, als in all den 15 Jahren, die ich nun in dieser „Heiligen“ Stadt leben.

Shabbat

Während unten
Am Fusse der Altstadt
Automotoren surrend
Den Shabbat stören,

Ist es hier
Im Schatten der Mauer
Still

Mit blauer Pracht
Wächst der Rosmarin
Im Gras
Bienen summen eifrig
Von Blüte zu Blüte

Und Wind trägt sanft
Den Geruch von Erde
Heran

Frieden liegt in der Luft