Konflikte aushalten – gewaltfrei bleiben

Für mich ist genau das ein wichtiges Thema, nicht nur im Nahost-Konflikt. Nur wenn wir Menschen es schaffen, wirklich miteinander zu reden, einander zuzuhören und einander zu akzeptieren, nur dann können wir dauerhaft in einer pluralistischen Gesellschaft als Menschen überleben.

Echte Toleranz bedeutet auch, Dinge einfach mal stehen lassen zu können, unterschiedliche Meinungen und Narrativen aushalten können. Toleranz bedeutet auch, zu akzeptieren, dass es die eine Wahrheit nicht gibt und auch nicht geben muss.

Dies zu lernen, ist in Zeiten der Globalisierung die wahre Herausforderung. Aber diese Herausforderung beginnt nicht erst, wenn wir das offentsichtliche Fremde treffen. Nein, sie beginnt schon viel früher. Jeder Konflikt, jede Auseinandersetzung, schon im Kleinkindalter, kann uns hierauf vorbereiten: Sei es der kleine Junge, der gern rosa anzieht und Haarspangen trägt. Sei es die Nachbarin, die 10 Katzen in ihrem Garten hat, sei es die zugezogene katholische Familie in einer sekulären Nachbarschaft oder das vegane Ökopärchen neben den fleischgrillenden Studenten….

Natürlich setzt dies als erstes gegenseitigen Respekt voraus, und auch dieser muss gelernt sein. Unsere Aufgabe als Eltern, als Lehrer, als Vereine, als Vertraute, ja, die Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist es, die Samen von Toleranz und Respekt in unseren Kindern, aber auch in unseren Nachbarn und all jenen, mit denen wir zusammenleben, zu säen, zu gießen, zu hegen und zu pflegen. Und natürlich in aller erster Linie in uns selbst.

Dann schaffen wir es auch, uns zu begegnen, ohne uns bedroht zu fühlen durch das vermeintlich Andere. Und in dem Augenblick ist unsere Zukunft schon ein bisschen besser geworden.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert – wir können dabei nur gewinnen 🙂

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2 Gedanken zu “Konflikte aushalten – gewaltfrei bleiben

  1. Liebende Bandora

    Krieg ist ein Akt des Schicksals
    Zunächst
    Bis
    Wer die Schatten der Vergangenheit nicht in der Gegenwart durchlichtet
    Dem verdunkelt sich die Zukunft

    In dem Moment jenem Augenblick geronnener Unendlichkeit
    Da Ich meine Schatten dem Licht schenke lösen Sie Sich darin befriedet auf

    Wo nicht ist mein Schicksal die Lektion wieder vorgesetzt fortgesetzt zu widerholen
    Zu bekommen bis ich die Aufgabe erfülle
    Und Sie ist so so leicht
    Nur die Angst loszulassen
    „Denn die Liebe treibt die Furcht aus
    Nämlich die Furcht vor der Strafe“

    Wie viele Menschen hegen eine tief verwurzelte Schicksalsangst
    Und weil Ich nur geben kann was Ich bin
    Werde Ich entweder Angst oder Lieben generieren kreieren produzieren erschaffen
    Der Mensch und das ist Seine Methaphysik ist der Schöpfer Seines Kismet Karma Schicksals

    Wiewohl Gläubige des Alten Testamentes und dazu gehören leider auch die Staatskirchen
    einen dräuenden rächenden Jahwe Herrn mehr fürchten denn Lieben ist das Seine nicht
    Als Gebieter Rächer und Strafrechtler

    Religionen gewalttätiger Gottesvorstellungen inszenieren Ihr Leben als Spiegelung all dessen
    jener unbewussten Projektion das Wir sündig verfehlt aus dem Paradies verstoßen und mit dem Tode bestraft Unwürdige also Entwürdigte sind

    „…das es die eine Wahrheit nicht gibt und auch nicht geben muss.“
    Nur aus der Einen einigenden Wahrheit bedingungslosen Liebens gelingt Mir Meine innereigene
    Befriedung des einstmals seelischen Schlachtfeldes Meiner Zerrissenheit

    In Jerusalem in der Knesset sprach einst ein Rabbi vor laufenden Kameras sinngemäß
    „Um das Nahostthema zu befrieden müssen wir alle niederknien um Hitler die Füße zu küsssen:“
    Wer Es fassse kann der fassse Es

    danke
    Du bist gesegnet
    Dir El Afibiey von Herzen

    Gefällt 1 Person

  2. Schön geschrieben und so wahr!
    Hoffen wir, dass die Leute, die es betrifft,
    dein „Rufen in der Wüste“ auch hören können..
    Oder soll ich sagen, „dein Wort in Gottes Ohr“.
    Früher fragte ich mich immer, warum Gott das
    alles zulässt, was in der Welt an Schweinereien
    abläuft. Inzwischen glaube ich nicht mehr so recht
    an ihn – wie soll Gott auch 7, 9, vielleicht mal 11
    Milliarden Menschen führen und hören und sich
    um ihr Schicksal kümmern. Das hat schon im
    Mittelalter nicht funktioniert. Wo war Gott in
    Auschwitz oder auf den Killing Fields?
    Hoffen wir also brav weiter – es bleibt
    uns ja auch nichts anderes übrig…

    Gefällt 1 Person

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