Nacht im Ramadan

Sie reden und essen noch lang in der Nacht. Gerüche nach Grillfleisch wehen gemeinsam mit Wortfetzen durch die warme Sommernacht. Lachen ertönt hier und dort. Ein Kinderfahrrad rollt geräuschvoll über den Schotter. Autotüren klappern. Sind es die Heimkehrer, die ankommen oder jene, die gerade das Fest verlassen.

Müde und trunken vom gemeinsamen Mahl. Die Sommernacht ist noch tief und lang. Wo die einen schon friedlich schlummern, wachen die anderen weiter.

Der Muezzin ruft zum Gebet. Die Moscheen sind voll in diesen Tagen. „Gedenket der Armen und Kranken, der Einsamen und Hilfsbedüftigen“, ermahnt der Iman. Doch wer hört seine Worte in der Nacht? Gebeugt über das zubereitet Festmahl?

Morgen, ja morgen, wenn die Sonner wieder scheint, wenn Hunger und Durst sich in der Hitze des grellen Tages breitmachen, dann vielleicht ja. Und zum nächsten Festmahl wird vielleicht ein fremder Gast geladen. Vielleicht.

Noch mehr zum Ramadan hier:

Fastenbrechen

Ramadan 2004 und Ramadan 2006

Feierabend und Guten Morgen!

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3 Gedanken zu “Nacht im Ramadan

    1. Komischerweise kann ich bei wohl nicht kommentieren. Deinen Text finde ich gut. Einmal im Ramadan mitzufasten bringt die Kultur wirklich näher. Diese Erfahrung habe ich vor vielen Jahren auch schon gemacht.

      Warst Du denn im Anschluss an das Fasten auch beim Iftar, dem täglichen Fastenbrechen?

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