Nachttanz

Ich würde so gerne im Mondlicht
Über eine Waldwiese laufen
Taunasses Gras benetzt meine Füße
Wasserperlen kühlen das erhitzte Gemüt.

Vereinzelt blinkern Sterne
Durch die Wipfel der erhabenen Bäume
Milchiges Licht dringt durch Äste und Blättern
Und Dunkelheit streichelt mein Haar.

Grillen singen ein Liebeslieb
Im Dickicht der Büsche
Glühwürmchen tanzen zur Melodie der Nacht
Leise erhebt sich mein Fuß
Und fordert den Wald zum Tanz.

Unmerklich umschlingen die Strahlen des Mondes
Das zitternde Herz
Sanft weht der Wind durch raschelndes Laub
Und küsst meine Tränen.

Es streckt meine Hand sich eisig
Den Höhen der Bäume entgegen
Ein Flügelflattern durchstößt lautlos die Stille
Und eine Seele breitet ihre Schwingen
Befreit dem Himmel entgegen.

(Jerusalem, 2001)

2 Gedanken zu “Nachttanz

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