In Zeiten von Corona – Brot backen am 20.03.2020

Auf wirwarenallemalbeiblogde findet Ihr noch mehr über unser aller Leben in dieser Zeit

wir waren alle mal bei blog.de

Ich weiss ja nicht, wie ich mit der Zeitzählung anfangen soll. Seit letztem Freitag hat die Schule zu, seit Sonntag der Kindergarten. Und seit heute haben wir in Israel Ausgangssperre.

Also vielleicht Tag 1 der Ausgangssperre?

Einkaufen dürfen wir ja noch. Heute Morgen hat es stark geregnet. Also wartete ich ein paar Stunden. Und als sich der Regen gegen 12.30 in feineren Nieselregen verwandelte, machte ich dann doch auf zum kleinen Supermarkt un die Ecke.

Die Situation auf der Strasse war surreal. Fast wie an Yom Kippur. Kaum Autos. Richtig still war es. Nur der Regen auf den Häuserdächern und die Vögel in den Bäumen.

Zwei Personen begegneten mir unterwegs. Eine Frau mit Maske und Handschuhen und ein Mann, ebenfalls mit Handschuhen. Beide machten einen Bogen um mich, als sei ich aussätzig.

Im Geschäft gab es dann kein Brot mehr. Im übrigen auch keine Eier mehr. Dafür unübersehbar viele Tuben…

Ursprünglichen Post anzeigen 51 weitere Wörter

Draußen vor der Tür

Es ist ganz still da draußen vor der Tür.
Ein dicker Nebel hat sich über die Stadt gelegt
und reicht fast bis zu unseren Fenstern.
Dahinter versinkt alles in weißer Watte.
Leichter Nieselregen läuft an den Fensterscheiben herunter.
Und während auf meinem Balkon Märzenbecher und Alyssum um die Wette blühen und die Wiedergeburt der Frühlings mit intensivem Duft erfüllen,
steht unten vor der Tür das Leben still.

Das Leben ist schön

Meistens liegt die Schönheit des Lebens in den kleinen Dingen:

Das Licht der Abendsonne auf den Häuserfronten

Die kleine Hand eines Kindes, die sich nach einem Stein auf dem Gehweg bückt

Ein dreiblättriges Kleeblatt – das beim nächsten Mal vielleicht ein vierblätteriges wird

Kleine, weisse Wolken am Winterhimmel

Ein Sommergewitter, das sich in aller Wucht in der schwülen Hitze entleert

Zugvögel, die gen Süden fliegen und sich im Frühjahr wieder auf den Rückweg machen

Kinderlachen inmitten von Großstadtstress

Zitroneneis an einem heißen Sommertag

Der erste Schnee im Jahr, der alles zudeckt und zur Ruhe bringt

Ein unerwartetes Lächeln,
das Du mir schenkst.

Und ich tanze immer noch

Lang ist der Sommer vergangen
Die Gläser mit Rotwein sind leer
Und die Abendbrise verweht

Wintersturm treibt Regen und Hagel
Kälte liegt über der Stadt
Und alles Bunte vergeht

Die Sonne schläft hinter Wolken
Alles wird dunkel und still
Und der Himmel ist weit und hoch

Doch zwischen Wolken und Stürmen
Warte ich auf den Frühling
Und tanze immer noch

Gesagte Dinge II

Ich sehe Dich im Spiegel
Glänzende Augen,
Rund, groß
Aber kein Lächeln

Die Traurigkeit
Sie steht Dir
Deine Augen leuchten
Auch ohne Lächeln

Dein Herz tut Dir weh
Du sehnst Dich nach Dingen
Die nie wirklich
Gewesen

Und dennoch
Keine Tränen
Nur große, runde Augen
Und ein Glänzen

Hattest Du nicht gesagt
Es ist schön?