Novembernachmittag

Nachdem es tagelang gewittert und geregnet hat, ist es heute relativ warm, und vor allem trocken.

Nach einem ruhigen Vormittag sind wir nun am frühen Nachmittag auf dem Spielplatz gelandet. Die Kinder haben Katzenfutter dabei für ein kleines rotes Katerchen, dass schon sehnsüchtig wartet.

An diesem Shabbat ist es ruhig. Nur wenige Kinder spielen auf den Rutschen und Schaukeln. Meine kleine hat in ihrer lustigen Mischung aus Hebräisch, Deutsch und Englisch sofort Freundschaft mit zwei kleinen Kindern gefunden. Sie teilen sich das wilde Katerchen ebenso wie eine kleine Schnecke, die sie im Gebüsch gefunden haben.

Die Grosse weiss nicht so genau, was sie mit sich anfangen soll und fährt auf ihrem neuen Fahrrad Runde um Runde um Runde.

Ich schaue in den graublauen Novemberhimmel und freue mich über den schönen Tag.

Schon bald wird es laut, wenn die Mütter mit ihren Kindern kommen, während die Väter im Vorhof der Synagoge beten.

Hier zwischen Kinderlachen und warmem Herbsttag ist es fast, als gebe es gar kein Corona….

I

Trotz allem

wir waren alle mal bei blog.de

Trotz allem
Ist Sommer geworden

Am blauen Himmel ziehen
Schönwetterwolken
Während im Schatten
Der Wind in den Bäumen spielt

In blühenden Kräutern
Summen Bienen und Wespen
Und erinnern
An andere Zeiten

Vogelstimmen singen Ihre Lieder
Voll Schönheit
Und Sehnsucht streicht
Durch die warme Luft

In den zarten Duft des Jasmins
Mischt sich das Glück

Als hätte ein Engel seine Flügel
Ausgebreitet und wispert
Im Spiel der leuchtenden Schatten:
„Alles wird gut“

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Ein gesegnetes Osterfest

Wünsche ich Euch allen!

Weil es so still ist in der Stadt, höre ich aus dem geöffneten Schlafzimmerfenster ein Konzert von Kirchenglocken und laut singenden Vögeln. Und endlich scheint auch wieder die Sonne.

Dieses Jahr wird Ostern anders werden, besonders auf jeden Fall.

Und hoffentlich auch ein bisschen besonders schön!

Diese Nacht ist anders …

„Ma Nishtanah baLeila hase“ – „Was ist anders in dieser Nacht?“ ist eine Frage, die Juden auf der ganzen Welt am Pessach Abend stellen. Sie ist Teil des Seder Abends, der normalerweise in großer Runde mit der Familie gefeiert wird.

Dieses hat jedoch hat Israel ein absolutes Ausgehverbot für die Seder-Nacht verhängt. Niemand darf seine Wohnung verlassen. So soll verhindert werden, dass die Menschen sich anstecken.

Auf den ersten Blick trennt es das Volk, das Land, die Familien voneinander. Wo das Miteinander doch gerade an Pessach, am Fest, dass an die Rettung aus der Sklaverei, an die Freiheit erinnern soll. Und die Freiheit, das Haus an diesem Abend zu verlassen, um mit denen zu feiern, die einem am liebsten sind, genau diese Freiheit ist nun weg.

Und doch, heute Abend, um genau 20.30h bin ich mit meinen Töchtern auf den Balkon getreten, wie viele tausende Israelis im ganzen Land auch. Und alle haben sie gemeinsam gesungen: „Ma Nishtanah baLeila hase“. Und es war wunderschön. Ein ganzes Volk, getrennt, und doch zusammen.

Ich wünsche allen meinen jüdischen Freunden ein Frohes Pessach Fest – Nächstes Jahr gemeinsam in Jerusalem!