Manchmal

Manchmal –
so viele Worte auf den Lippen
unausgesprochen
verweht im Wind

Manchmal –
so viele Blicke
ungedeutet
ungesehen

Manchmal –
nur ein Moment
in der Unendlichkeit der Zeit

Manchmal –
bin ich
gar nicht
hier

 

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Jerusalem, the Nakba, and my mother in law

Mitri Raheb Blog

Last week was a very busy week for me. I was elected to the Palestinian national council (PNC), the Parliament of the Palestinian people worldwide. Later that week I was elected also to the Palestinian Central Council (PCC). As we members of the PNC gathered in Ramallah to reflect on the state of the Palestinian people seventy years after the Nakba and on the decision of the Trump administration to move the American embassy to Jerusalem, I got a message from my wife, Najwa, that my mother-in-law was admitted into the hospital. Although my mother in law is not young anymore, her health has been relatively stable. Other than some symptoms of Dementia, she has been healthy. Yet, her health started deteriorating last week and she needed to be hospitalized. After being given the needed medical care, my mother-in-law, Georgette, was released and returned home, still suffering dementia.

Three days ago…

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Die Zeit ist vorbei

Noch blüht die Blume
in voller Pracht
leuchtend
die zarten Blätter

Doch welk zeigt der Rand
schon ein rostiges Braun
vertrocknet
in kleinen Falten

Noch reckt sie
ihren schlanken Hals
stolz
in sommerblaue Himmel

Doch am Horizont
treiben Wolken
langsam
den Herbst vor sich her

Blüh nur,
meine Blume
vergeude die Zeit
es währt nicht mehr lange

Und nun komm,
meine Blume
die Zeit ist vorbei:
Der Abschied ist hier.

Gespenstische Ruhe

herrscht heute rund um die Moscheen Jerusalems. Wo sonst Autos in langen Schlangen und doppelter Reihe stehen, weil die Menschen zum Freitagsgebet in die Moscheen unterwegs sind, sind leere Straßenzüge. Der Muezzin ruft zum Gebet von den vielen Minaretten, aber nicht in die eigene Moschee. Heute wird zum Gebet nach Al Aqsa gerufen. Jeder gläubige Muslim in Jerusalem und darüber hinaus soll zur Al Aqsa Moschee im Herzen der Altstadt von Jerusalem gehen, zum Haral Al Sharif, dem Tempelberg.

Ist das eine Wendepunkt? Bleibt der Protest friedlich, oder erleben wir gleich die Geburt eines neuen gewaltsamen Aufstandes mit? Wird der politische Konflikt nun endgültig ein religiöser?

Hier eine Live Schaltung der israelischen Zeitung Haaretz:

Live vom Tempelberg

Mit mulmigm Gefühl im Bauch warte ich auf das, was da komme …

Im Takt des Windes

Der Wind streicht so sanft
durch die Bäume
an diesem Abend

In goldenes Licht getaucht
erscheinen selbst die hässlichsten
Häuser schön

Mildes Blau
leuchtet vom Himmel

Die Wasserpfeife blubbert
Und im Takt des Windes
tanzen die Bäume

Grüne Blätter
in der Abendsonne

Palmen und Zitronen
tanzen den Reigen
der nahenden Nacht

Und Ruhe kehrt ein
in der Heiligen Stadt.

Abschiede

Eine Woche der Abschiede geht nun langsam ihrem Ende zu.

Abschied vom ersten Schuljahr: Kaum zu glauben, aber meine kleine Große, erst vor drei Wochen sechs geworden, hat nun schon ihr erstes Jahr in der Schule beendet. Sie hat hart gearbeitet, viel gelernt, ist gereift (ja, man sieht es sogar an den Fotos von vor einem Jahr: Man mag kaum glauben, dass nur ein einziges Jahr dazwischen liegt), aber am wichtigsten: Sie hat viel Spass gehabt und ein neues „Zuhause“ in der Schule gefunden. Und ich bin mir durchaus bewußt, welch Privileg es ist, dass sie auf diese Schule gehen kann.

Abschied vom Kleinkindalter: Der Babyspeck ist weg, die ersten 6 Milchzähne auch.

Abschied von neu gewonnenen Freunden: Der Nachteil einer internationalen Schule liegt immer darin, dass Menschen schneller kommen und gehen, als anderswo. Sind es ungeliebte Menschen, mag es ab und an sogar ganz genehm sein. Sind es aber lieb gewonnene Menschen, so fällt der Abschied schwer. Denen, die aufbrechen zu neuen Ufern und Abenteuern ebenso wie jenen, die zurückbleiben. Bei den Kinder, die aufbrechen, ist es oft die Angst vor dem neuen, unbekannten. Bei den Kindern, die bleiben, ist es die Trauer über die weggehenden Freunde. Wobei ich denke, wir Erwachsenen nehmen es schwerer, als die Kinder. So fragte mich meine Tochter diese Woche: „Mama, wann können wir auch mal umziehen?“ Allerdings schob sie etwas später hinterher: „Aber auf eine andere Schule will ich nicht!“ Ein gutes Zeichen für die Schule!
Ich wusste ja, wie das ist mit dem Kommen und Gehen. Und dennoch: Es sind einige (Eltern) dabei, die mir fehlen werden.

Endgültiger Abschied vom Frühling: Diese Woche hat uns nochmals einen Aufschub gegönnt. Während in Mitteleuropa tropische Temperaturen herrschten, zog bei uns nochmals das angenehme Wetter ein. Mit Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad ließ es sich diese Juniwoche außergewöhnlich gut leben in Jerusalem. Die kühle Luft während der Nächte und am frühen Morgen lud dazu ein, von einem anderen, angenehmen Sommer zu träumen. Aber die Wettervorhersage ist gnadenlos: Am Wochenende steigt die Temparatur auf bis zu 36 Grad in Jerusalem. Der Sommer ist da!

Und damit verabschiede ich mich in ein hoffentlich schönes und erholsames Wochenende!