Überhört

Im Herbst 2015 noch redeten meine arabischen Nachbarn darüber, wie „gut“ wir Deutschen seien – es war die direkte Reaktion auf die Willkommenspolitik Deutschlands und Merkel´s „Wir schaffen das“:

Überhört  (Mein Beitrag von damals)

 

Und ich war stolz auf diese Land, in dem ich geboren wurde und großgeworden bin. Ein positives Beispiel…

Und heute, knapp drei Jahre später? Was denken meine Nachbarn von damals wohl heute, wenn sie jemanden deutsch sprechen hören?

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Manchmal

Manchmal –
so viele Worte auf den Lippen
unausgesprochen
verweht im Wind

Manchmal –
so viele Blicke
ungedeutet
ungesehen

Manchmal –
nur ein Moment
in der Unendlichkeit der Zeit

Manchmal –
bin ich
gar nicht
hier

 

Jerusalem, the Nakba, and my mother in law

Mitri Raheb Blog

Last week was a very busy week for me. I was elected to the Palestinian national council (PNC), the Parliament of the Palestinian people worldwide. Later that week I was elected also to the Palestinian Central Council (PCC). As we members of the PNC gathered in Ramallah to reflect on the state of the Palestinian people seventy years after the Nakba and on the decision of the Trump administration to move the American embassy to Jerusalem, I got a message from my wife, Najwa, that my mother-in-law was admitted into the hospital. Although my mother in law is not young anymore, her health has been relatively stable. Other than some symptoms of Dementia, she has been healthy. Yet, her health started deteriorating last week and she needed to be hospitalized. After being given the needed medical care, my mother-in-law, Georgette, was released and returned home, still suffering dementia.

Three days ago…

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Die Zeit ist vorbei

Noch blüht die Blume
in voller Pracht
leuchtend
die zarten Blätter

Doch welk zeigt der Rand
schon ein rostiges Braun
vertrocknet
in kleinen Falten

Noch reckt sie
ihren schlanken Hals
stolz
in sommerblaue Himmel

Doch am Horizont
treiben Wolken
langsam
den Herbst vor sich her

Blüh nur,
meine Blume
vergeude die Zeit
es währt nicht mehr lange

Und nun komm,
meine Blume
die Zeit ist vorbei:
Der Abschied ist hier.

Gespenstische Ruhe

herrscht heute rund um die Moscheen Jerusalems. Wo sonst Autos in langen Schlangen und doppelter Reihe stehen, weil die Menschen zum Freitagsgebet in die Moscheen unterwegs sind, sind leere Straßenzüge. Der Muezzin ruft zum Gebet von den vielen Minaretten, aber nicht in die eigene Moschee. Heute wird zum Gebet nach Al Aqsa gerufen. Jeder gläubige Muslim in Jerusalem und darüber hinaus soll zur Al Aqsa Moschee im Herzen der Altstadt von Jerusalem gehen, zum Haral Al Sharif, dem Tempelberg.

Ist das eine Wendepunkt? Bleibt der Protest friedlich, oder erleben wir gleich die Geburt eines neuen gewaltsamen Aufstandes mit? Wird der politische Konflikt nun endgültig ein religiöser?

Hier eine Live Schaltung der israelischen Zeitung Haaretz:

Live vom Tempelberg

Mit mulmigm Gefühl im Bauch warte ich auf das, was da komme …