Regenbogen

Regenbogen

Dicke Wolken treiben stetig
über graue Himmel hin
Leise tropft ein sanfter Regen
immerzu zur Erde hin

Sehnsucht schläft in dunklen Kammern
Eingehüllt in tiefes Schweigen
tanzen auf den Fensterbänken
Regentropfen, süßer Reigen

Plötzlich dringt ein Sonnenstrahl
durch der Wolken dichtes Feld
farbig zarter Regenbogen
bunte, schöne, nasse Welt.

(Jerusalem, 2008)

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Illusion

Waren Deine Worte
die mich einhüllten
wie ein Gewand aus Seide

Waren Deine Augen
aus denen Wärme
und Zuneigung strömten

War Dein Lächeln
das so offen
und herzlich war

Waren diese Tage
die so neu und ungewohnt
daherkamen

War dies alles
(nur)
eine Illusion?

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Wenn ja,
so war es zumindest
eine schöne Illusion

Mandelbäume

Weil es jetzt so langsam Frühling wird, und weil ich es schon auf „Wir waren alle mal bei blog.de“ gepostet habe, nun auch hier noch mal eines meiner Lieblingsgedichte zum Frühling in Jerusalem:

Mandelbäume

Weiß erblühen langsam nun
meine zarten Mandelbäume
Und erwecken tief ihn mir
Sehnsuchtsvolle Frühlingsträume

Zwischen kleinen ersten Blüten
singt ein Vogel im Geäst
Zarte grüne Blätter wispern
wenn der Wind sie tanzen läßt

Und so stehe ich am Fenster
lasse meine Blicke schweifen
sehe in Gedanken schon
langsam erste Früchte reifen

Es erhebt der Vogel sich
wirft die Flügel in die Luft
und verheissungsvoll bleibt nur
sanfter erster Frühlingsduft.

(Jerusalem, 2007)

5.17h

Am frühen Morgen. Und ich liege neben zwei Kindern und Katze im Bett und kann nicht mehr schlafen.

Da kann ich also auch aufstehen.

Die Vögel hör ich auch schon in der Dämmerung singen.

Wünsch Euch allen einen guten Wochenstart!

Draußen

Draußen
Hat die Sonne keine Zeit
den Regen zu trocknen

Schon schieben sich
neue Wolken
dunkel
über den Himmel

Wind peitscht Wasser
über erste Frühlingsblumen
und verweht

Was in der Milde
der letzten Tage
So zaghaft
zu wachsen begann…