Einen besinnlichen 1. Advent

wünsche ich allen meinen Lesern und all jenen, den zufällig gerade vorbeikommen.

Mir schönen Grüßen vom Toten Meer in Jordanien!

Advertisements

Einmal Amman und zurück…

Ein harter und anstrengender Tag geht zu Ende. Um kurz nach 7 aus dem Haus, Mädels in Schule bzw. Kindergarten abliefern, Weiterfahrt an die Grenze. Um 10h Ankunft in Jordanien am Grenzübergang, Weiterfahrt nach Amman. Von 11 bis 19h Termine, dann zurück zur Grenze.

Unterwegs mussten wir noch anhalten, weil plötzlich ein Autoreifen anfing zu rauchen. Aber dann haben wir es doch noch pünktlich zurück geschafft…

Und nun sitze ich hier an der Grenze und warte darauf, mit dem letzten Minibus zurück nach Israel zu kommen, wo die Kids auf mich warten. Wobei es nach der Passkontrolle auch noch ca. 1h Fahrt sein wird.

Ach, was ist die EU ohne Grenzen doch eine tolle Erfindung! Da wäre ich mit dem eigenen Auto in 1 1/2h von Jerusalem in Amman. so brauche ich mindestens 3 Stunden für eine Strecke – wenn alles gut läuft…

Spargelpfanne mit Parmesan und crispy Bacon

Eigentlich ganz einfach, und doch so lecker!

Ein grosszügiges Stück Butter im Wok erhitzen, bis sie leicht braun ist

250gr Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden

3 Scheiben Bacon grob zerkleinern und in der Butter schon kross braten

Bacon aus der Pfanne nehmen und Spargel im Fett anbraten. Wenn nötig, etwas salzen

Beides wieder mischen und mit frischem Parmesan bestreuen

Schmeckt mit frischem Baguette oder kleinen Kartoffeln besonders gut

Nachttanz

Ich würde so gerne im Mondlicht
Über eine Waldwiese laufen
Taunasses Gras benetzt meine Füße
Wasserperlen kühlen das erhitzte Gemüt.

Vereinzelt blinkern Sterne
Durch die Wipfel der erhabenen Bäume
Milchiges Licht dringt durch Äste und Blättern
Und Dunkelheit streichelt mein Haar.

Grillen singen ein Liebeslieb
Im Dickicht der Büsche
Glühwürmchen tanzen zur Melodie der Nacht
Leise erhebt sich mein Fuß
Und fordert den Wald zum Tanz.

Unmerklich umschlingen die Strahlen des Mondes
Das zitternde Herz
Sanft weht der Wind durch raschelndes Laub
Und küsst meine Tränen.

Es streckt meine Hand sich eisig
Den Höhen der Bäume entgegen
Ein Flügelflattern durchstößt lautlos die Stille
Und eine Seele breitet ihre Schwingen
Befreit dem Himmel entgegen.

(Jerusalem, 2001)

Rückkehr aus der Heimat

Neulich, ich hatte einen Nachflug mit Umbuchung über Zürich, kam ich nach zwei Wochen eines strahlend schönen Herbstes aus Deutschland zurück in die Heilige Stadt. Ach, was taten die zwei Wochen so gut. Weg aus staubig sandiger Luft, weg aus einem viel zu warmen Herbst in ein Novemberdeutschland, das ich so bunt kaum kannte. Frische, klare Luft, Bäume im schönsten Herbstlaub, und über allem strahlend blauer Himmel. Jeder Blick aus dem Fenster war ein Genuß.

Die zwei Wochen gingen so schnell vorüber. Zwei Wochen Arbeit, zwei Wochen Freiheit (die Kinder waren diesmal nicht dabei), zwei Wochen weniger Schlaf denn je, und doch so erholsam. Weihnachtseinkäufe, gutes Essen, jede Menge Wein. Dazu nette Freunde treffen, Familie sehen und eine Stipvisite in der Oper im Theater Koblenz. Ich war so bei mir selbst, wie lange nicht mehr.

Nun also landete ich müde, halb durchwacht, nach einem sehr angenehmen Flug mit Swiss Air am frühen Morgen in Tel Aviv. Die Fahrt im Taxi nach Jerusalem verschlief ich. Erst, als wir die Auffahrt Richtung Stadt nahmen, erwachte ich aus meinem Halbschlaf.

Wie schön die Stadt da vor mir lag, Lichter im neblig dunklen Frühmorgen. Die Sterne noch am blankgeputzen Himmel. Und doch hatte es geregnet in der Nacht. Der Asphalt der Strassen glänzte im Licht der Laternen. Und die Stadt lag so ruhig und still, so friedlich vor uns. Keine Menschenseele auf den Strassen und Wegen. Nur absolute Reglosigkeit. So kam ich an in meinem „Zuhause“, in dem auch zwei kleine Kinderseelen noch friedlich schlummerten. Und kostete ich die letzten Stunden Ruhe noch einmal aus, mit Blick vom Balkon, hoch über der Stadt, auf Lichter, die im nahen Morgen verblassten.

November

Im November stehn die hohen
Bäume wieder kahl
Durch’s Geäst der Wipfel dringt
Kühl ein letzter Sonnenstrahl.

Lautlos drehn sich graue Blätter
In Novemberreigen
Und im dunklen kühlen Wald
Herrscht ein tiefes Schweigen.

Meine Schritte hallen dumpf
In des Waldes Dunkelheit
Spiegeln Nass und Kälte wieder
Und des Herbstes Einsamkeit.