Und ich tanze immer noch

Lang ist der Sommer vergangen
Die Gläser mit Rotwein sind leer
Und die Abendbrise verweht

Wintersturm treibt Regen und Hagel
Kälte liegt über der Stadt
Und alles Bunte vergeht

Die Sonne schläft hinter Wolken
Alles wird dunkel und still
Und der Himmel ist weit und hoch

Doch zwischen Wolken und Stürmen
Warte ich auf den Frühling
Und tanze immer noch

So ist das mit der Freiheit ;)

Was ist Euch wichtiger, Eure Freiheit und eine wahre Verbindung? Vielleicht ist es ja auch mal so, mal so.

Ich jedenfalls kann mich irgendwie nicht so richtig entscheiden. Aber das ist wahrscheinlich auch schon eine Entscheidung…

Gesagte Dinge II

Ich sehe Dich im Spiegel
Glänzende Augen,
Rund, groß
Aber kein Lächeln

Die Traurigkeit
Sie steht Dir
Deine Augen leuchten
Auch ohne Lächeln

Dein Herz tut Dir weh
Du sehnst Dich nach Dingen
Deren Ende schon vor dem
Anfang war

Und dennoch
Keine Tränen
Nur große, runde Augen
Und ein Glänzen

Hattest Du nicht gesagt
Es ist schön?

Heute war es plötzlich anders

Heute bin ich geflogen. Mal wieder. Wie so oft. Ich fliege gerne. Ich liebe die Geschäftigkeit von Flughäfen. Den Aufbruch der Menschen. Die einen fliegen, um anzukommen. Die anderen fliegen weg. Die einen fliehen, die anderen eilen. Aber immer sind alle in Bewegung. Von einem Ort zum anderen. Und hier, am Flughafen, nach der Passkontrolle, sind wir alle irgendwie im Niemandsland. Ausgecheckt, aber noch nicht wieder eingecheckt. Ein Schwebezustand irgendwie.

Normalerweise gehöre ich zu denen, die fliehen aus diesem Land. Zurück in die Heimat. Weg von dort, wo ich nie wirklich dazugehöre. Wo ich immer im Zwischenland lebe. Nicht in der Fremde, aber auch nicht zu Hause. Willkommen? Vielleicht. Dazugehören? Niemals so ganz.

Und wenn das Flugzeug dann abhebt, langsam die Lichter kleiner werden, und vorn schon der schmale Streifen zwischen Land und Meer erscheint. Wenn das Land immer weiter wegrückt, das Meer immer weiter und blauer und tiefer wird. Dann komme ich der Heimat ein Stück näher. Der Heimat, die längst auch Fremde ist.

Aber heute, heute schaue ich aus dem Fenster hinaus. Schaue, wie die Lichter von Jaffa sich im Meer spiegeln. Und irgendwo in mir drin ist da eine Stimme, die sagt: „Bis bald, Du. Mein Zuhause. Ich komme wieder. Zurück.“

Gesagte Dinge I

Gesagte Dinge I

Hab ich das tatsächlich gesagt zu Dir, Anfang letzter Woche? Als wir da gemeinsam in der Küche standen und über Dinge sprachen, über die wir vielleicht gar nicht hätten sprechen sollen. Über Dich und über mir, aber nicht über uns. Ich in ein Handtuch eingewickelt nach der Dusche. Ein Handtuch, das nach Dir roch. Und jetzt auch nach mir. Nach einer Begegnung am Morgen, so flüchtig, als hätte sie gar nicht stattgefunden. Und doch so intensiv, so wahrhaftig, als hätte sie ewig gedauert.

Wieviele Begegnungen dieser Art in einer Woche verträgt das Herz? Jede einzigartig in sich. Aber diese eine, die mit Dir, nochmal anders, noch einzigartiger. Flüchtig und intensiv. Vielleicht für die Ewigkeit. Ich hatte schon fast vergessen, wie sich das anfühlt. Das Streicheln Deiner Haut, der Schlag Deines Herzens. Der Geruch an Deinem Hals. Dachte ich.

Werden wir uns etwa fremd mit der Zeit, die vergeht? In der wir uns nicht sehen? Als ich da im Handtuch vor Dir stand, die laute Discomusik Deiner Erinnerungen in der Wohnung, da war nichts fremd. Da war alles so vertraut, als sei es schon immer so gewesen.

Und da habe ich es gesagt. Liebeskummer ist doch auch etwas schönes. Immerhin fühlst Du Dich lebendig, spürst Dich. Die Gefühle, die Dich überrollen. Das ist Leben, Lebendigkeit.

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, hat Hesse geschrieben. Und ja, das stimmt. Und das wissen wir auch. Aber dennoch, wenn es dann da ist, tut es doch weh. Einfach so. Ich würde jetzt gern wieder in Deiner Küche stehen. Im Handtuch. Oder in Jeans. Und Dir sagen, dass es vielleicht doch nicht so schön ist. Und dann könntest Du mich in den Arm nehmen, vielleicht. Und dann hätte das Ende doch was schönes. Einen Anfang. Vielleicht. Mit Dir.

Aber so ist es nur ein Ende. Nicht mit Dir. Eine andere Begegnung. In derselben Woche. Aber Du bleibst.

Spirelli mit Babyshrimps in Zitronen-Knoblauch Sauce

Und, was kocht man so mit zwei Kindern, damit es lecker ist und trotzdem irgendwie gesund? Genaus, Nudeln! Und Mama sollen sie natürlich auch schmecken 🙂

Und so gab es Freitag Abend Spirelli Nudeln mit einer cremigen Zitronen-Knoblauch Sauce mit Shrimps, Paprika und – für Mama – mit Kapern ( die die Mädels allerdings wieder rausgepickt haben):

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Ich habe  zunächst zwei Tassen Babyshrimps in gesalzener Butter angebraten, dann zwei kleingehackte Knoblauchzehen dazugegeben. Eine rote Paprika in sehr kleine Stücke geschnitten  und mit in die Pfanne.

Das ganze ca. 5min anbraten (während das Nudelwasser kocht), dann 250ml Kochsahne (gibt es hier mit 10% Fett) dazugegossen, zwei TL Kapern dazugegeben, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

So lange auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis die Paprika noch gerade knackig ist. Zum Schluss noch die geriebene Schale einer Zitrone dazu.

Und fertig ist das Gericht.